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Historie

Aus der Not heraus – für eine bessere Notfallversorgung

Anfang der 70er-Jahre galt die Luftrettung in der Öffentlichkeit als unnötig, zu teuer und übertrieben. Und das, obwohl selbst ein bodengebundener Rettungsdienst praktisch nicht existierte. Die Notfallrettung hatte mit offensichtlichen Mängeln zu kämpfen: Es gab in den meisten Bundesländern keine einheitliche Notrufnummer, keine Notrufsäulen, kaum Rettungsleitstellen, keine speziell ausgebildeten Notärzte und Rettungsassistenten, nur wenige gesetzlichen Regelungen – und keine Luftrettung. Im Notfall musste man zunächst die Polizei anrufen, die dann einen Krankenwagen bestellte. Dieser war meistens ohne Funk und häufig nur mit einem Fahrer besetzt, der den Patienten ins Krankenhaus bringen sollte. Mit zunehmender Massenmotorisierung stieg die Zahl der Verkehrstoten 1970 auf einen Rekord von fast 20.000. 

Der folgenschwere Unfall

Am 3. Mai 1969 wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto angefahren. Trotz sofortiger Alarmierung dauerte es beinahe eine Stunde, bis der Krankenwagen eintraf. Björn war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu helfen. Er starb noch während des Transports ins Krankenhaus. Noch im Mai 1969 gründeten die Eltern den Björn Steiger Stiftung e. V. mit dem Ziel, die Qualität des Rettungswesens zu erhöhen.

Der Beginn der DRF Luftrettung

Auf Initiative der Björn Steiger Stiftung e. V. wurde am 06. September 1972 die heutige DRF Luftrettung gegründet. Beide Organisationen sind juristisch und personell unabhängig voneinander. Am 19. März 1973 begann die DRF Luftrettung mit einem Rettungshubschrauber für den Großraum Stuttgart den Einsatzbetrieb. 

Heute setzt die DRF Luftrettung an 31 Stationen in Deutschland und Österreich rund 50 Hubschrauber für Notfalleinsätze und den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an neun Standorten sogar rund um die Uhr. Alle Hubschrauber sind optimal für die Versorgung von Notfall- und Intensivpatienten ausgerüstet. Für die weltweiten Rückholflüge von Patienten werden eigene Ambulanzflugzeuge eingesetzt. Seit ihrer Gründung leistete die DRF Luftrettung über 800.000 Einsätze.

Meilensteine der Luftrettung

1972
Gründung der DRF (Deutsche Rettungs- flugwacht e.V.), der heutigen DRF Luftrettung.
1973
Aufnahme des Einsatzbetriebs mit einem Rettungs- hubschrauber für den Großraum Stuttgart.
1975
Eröffnung der bundesweit zweiten und dritten Station in Karlsruhe und in Rendsburg.
1980
Gründung einer eigenen Werft in Baden-Baden/Oos zur Wartung der Hubschrauber.
1985
Gründung einer eigenen Flugzeugwerft.
1988
Mithilfe bei der Gründung der Luxemburgischen Rettungsflugwacht.
1990
Aufbau der Luftrettung in den neuen Bundesländern.
1992
Durchführung des 100.000. Rettungseinsatzes.
1996
Inbetriebnahme der neuen Rettungs- hubschrauber-Generation Eurocopter EC 135.
1999
Eröffnung des Operation-Centers am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. 200.000. Einsatz für die rot-weißen Luftretter.
2003
30-jähriges Bestehen.
2005
Der 325.000. Einsatz seit Gründung wird durch den in Suhl stationierten Rettungs- hubschrauber geleistet.
2006
Übernahme des Flugbetriebs an den Stationen Dresden und Nordhausen, Über- nahme der Station Magdeburg.
2008
Umstrukturierung zur heutigen DRF Luftrettung. Auch die Tochtergesellschaften HSD Luftrettung, HDM Luftrettung und ARA Flugrettung treten seither unter der neuen Dachmarke auf.
2009
Die DRF Luftrettung startet als erste Luftrettungsorganisation in Deutschland den Einsatzbetrieb mit Night Vision Goggles (Nachtsichtgeräten).
2011
Start des Einsatzbetriebs an der neu gegründeten Luftrettungsstation Weiden in der Oberpfalz.
2013
Eröffnung des Neubaus des Operation-Centers am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden.
2015
Der weltweit erste Hubschrauber des Typs H 145 wird an der Münchner Station der DRF Luftrettung in Dienst gestellt.
2015
Zum 1. Januar wird die Aufschmelzung der HSD Luftrettung gemeinnützige GmbH in die DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG vollzogen.
2015
Am 1. August 2015 wird die neu errichtete Luftrettungsstation in Angermünde in Betrieb genommen.
2016
Zum 1. Januar wird die Aufschmelzung der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH in die DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG vollzogen.
2016
Die DRF Luftrettung leistet ihren 800.000. Einsatz.

Zum Helfen brauchen wir Ihre Hilfe

Weil in Notsituationen jede Sekunde zählt. Und weil erstklassige Ausrüstung und qualifiziertes Fachpersonal entscheidend für die optimale Patientenversorgung sind.

Als gemeinnützige Organisation brauchen wir dazu Ihre Unterstützung, denn die Krankenkassen erstatten nur die Kosten, die dem gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsumfang entsprechen. Um die hohe Qualität unserer Luftrettung sicherzustellen, sind wir auf Sie als Förderer angewiesen.