Sie sind hier

FAQ

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wie läuft ein Rettungseinsatz ab? Wer gehört zu einer Ambulanzfliegercrew? Dürfen die Hubschrauber auch nachts Einsätze fliegen? Hier finden Sie Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen.

  • Wer ist die DRF Luftrettung und was sind ihre Aufgaben?

    Die DRF Luftrettung besteht aus einem gemeinnützigen Förderverein, einer Stiftung des bürgerlichen Rechts, einer gemeinnützigen AG, sowie deren Tochterunternehmen. Bundesweit setzt die DRF Luftrettung an 29 Stationen über 50 Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber für die Notfallrettung und für den schnellen und schonenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an acht Standorten sogar rund um die Uhr. In Österreich kommen zwei weitere Standorte hinzu. Alle Hubschrauber sind optimal für die Versorgung von Notfall- und Intensivpatienten ausgerüstet. Über die bundesweite Luftrettung hinaus setzt die DRF Luftrettung eigene Ambulanzflugzeuge, erfahrene Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten zur weltweiten Rückholung von verletzten oder erkrankten Förderern ein. Pro Jahr leistet die DRF Luftrettung über 38.000 Einsätze.

  • Wie hängen die Björn Steiger Stiftung und die DRF Luftrettung zusammen?

    Die DRF Luftrettung, damals DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.), wurde 1972 auf Initiative der Björn Steiger Stiftung gegründet. Die Organisationen widmen sich jedoch verschiedenen Aufgaben und sind juristisch, finanziell und personell unabhängig voneinander.

  • Auf welcher gesetzlichen Grundlage arbeitet die DRF Luftrettung in Deutschland?

    Die DRF Luftrettung fliegt in den einzelnen Bundesländern im Auftrag der jeweiligen Innen- bzw. Sozialministerien. Luftrettung ist in den entsprechenden Rettungsdienstplänen und -gesetzen als unterstützendes Rettungsmittel festgeschrieben.

  • Wie finanziert sich die DRF Luftrettung?

    Die Finanzierung der DRF Luftrettung wird durch zwei Säulen getragen: Zum einen durch die Erstattung der Flugminutenpreise durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen, die individuell ausgehandelt werden und sich je nach Bundesland unterscheiden. Von den Krankenkassen werden nur die Kosten erstattet, die dem gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsumfang entsprechen. Um das hohe Qualitätsniveau zu halten und Patienten die optimale Versorgung zu bieten, finanziert sich die DRF Luftrettung zum anderen durch die Unterstützung von Förderern, Spendern und Sponsoren. Siehe auch: Warum braucht die DRF Luftrettung Förderer und Spender?

  • Ist die Luftrettung eine Konkurrenz zum bodengebundenen Rettungsdienst?

    Die Luftrettung ist keine Konkurrenz zum bodengebundenen Rettungsdienst. Im Gegenteil: Die verschiedenen Rettungsdienstorganisationen arbeiten im Einsatz Hand in Hand und ergänzen sich dadurch.

  • Warum wächst die Bedeutung der Luftrettung in Deutschland?

    Ein Hauptgrund für die seit Jahren steigenden Einsatzzahlen der Luftrettung sind die strukturellen Veränderungen im deutschen Gesundheitswesen. In strukturschwachen Gebieten herrscht ein zunehmender Mangel an bodengebundenen Notärzten. Damit wird die Luftrettung immer wichtiger für eine lückenlose Notfallversorgung der Bevölkerung. Hinzu kommen Veränderungen in der Krankenhauslandschaft: Beispielsweise spezialisieren sich Kliniken immer mehr auf bestimmte Krankheitsbilder. Das führt dazu, dass Notfall- und Intensivpatienten über weitere Strecken in für ihre Behandlung optimal geeignete Kliniken gebracht werden müssen. Jeder dritte von der DRF Luftrettung versorgte Notfallpatient benötigt inzwischen den Hubschrauber als schnellstes und schonendes Transportmittel.